Synology NAS

Selfhost: Der Synology NAS-Server Einstieg

Selfhost Der Synology NAS-Server Einstieg

Wer mit dem Gedanken spielt, selber einen Server zu betreiben, um evtl. eine Website zu hosten, E-Mails zu tauschen oder auch andere Aktivitäten auszuüben, dann ist er hier genau richtig. In diesem Artikel beschreibe ich, welche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb eines Synology NAS-Servers bestehen und welche Hardware nötig ist. Die folgenden Informationen basieren auf eigene Erfahrungen anhand eigener Hardware.

Meine Empfehlung

  • Router (vorzugsweise AVM FRITZ!Box 7490)
  • Synology Disk Station (vorzugsweise Plus Serie)
  • Seagate Ironwolf Festplatten (24/7)

Erfahrungsgemäß kann ich nur jedem raten, sich für einen Synology NAS-Server der Plus Serie (Privatbereich) zu entscheiden. Ich habe selber mit der J-Serie begonnen und auch schnell die Funktionen und Möglichkeiten entdeck, die mir zur Verfügung stehen. Ich bin aber auch ganz schnell an die Grenzen des Gerätes gekommen. Für Backups oder Medienwiedergabe im Netzwerk ist die J-Serie ausreichend, doch wenn es um Webhosting und mehr geht, wird sich ärgern, sich nicht für ein leistungsstärkeres Gerät entschieden zu haben.

Einsatzbeispiele

  1. Problemloses Hosten von Websites, Blogs etc. über eigene Domain
  2. Betrieb eines eigenen E-Mail Servers
  3. Gut funktionierender Chat- und Calendar-Server
  4. Cloud-, Backup- und Office-Server (intern und extern)
  5. Multimedia-Server mit vielen Möglichkeiten
  6. und viele weiteren Funktionen

Netzwerk

Solltest du den NAS-Server für den Hostingbetrieb einsetzen, dann ist eine stabile Internetverbindung zwingend erforderlich.

Bei der Internetverbindung kommt es natürlich auch auf den Upload und die Reaktionszeit an. Wer z.B. über eine 16.000 Mbit/s DSL-Leitung verfügt, hat im besten Fall ein Upload von 1,2 Mbit/s. Bei einer 50.000 Mbit/s DSL-Leitung im besten Fall ein Upload von 11,3 Mbit/s. Es hörst sich zwar alles sehr viel, doch dem ist absolut nicht so. Wenn man sich z.B. ein kleines Webhostpaket bei einem Webhoster anmietet, erhält man je nach Budget einen Upload ab ca. 100 Mbit/s.

Beispielrechnung einer DSL Leitung:
16.000 DSL mit 1 Mbit/s Upload = 128 KB/s = 0,128 MB/s
50.000 DSL mit 10 Mbit/s Upload = 1,25 MB/s
Webhoster ab 100 Mbit/s Upload = 12,5 MB/s

Angenommen, man veröffentlicht eine Website, mit 2-3 optimierten Bildern, etwas Text und Skripte, in Summe ca. 200 KB bei erstmaligem Aufruf. Grob gesagt, sieht man schon etwas alt aus, wenn 10 Besucher bei einer 16.000 DSL Leitung zeitgleich auf die Seite zugreifen.

Grundlegende Info

Wenn du zuhause ein NAS-System in Betrieb nehmen möchtest, solltest du dich mit der Vergabe von IP-Adressen deiner Geräte im Netzwerk beschäftigen. Sofern du deinen Server über das Internet via eigener Domain erreichen möchtest, muss das DHCP deaktiviert werden. Für einige Funktionen des Synology Servers sind auch Portfreigaben nötig, die ebenfalls im Router einzustellen sind. Genaue Schritte verfasse ich in getrennten Artikeln.

Aufwand

Ein eigener Server ist natürlich auch mit Arbeit und Kosten verbunden. Die Software- und Sicherheitsupdates müssen stets aktuell sein. Da der NAS-Server im Normalfall 24/7 in Betrieb ist, fallen auch Stromkosten sowie die Jahresgebühr für die Domain an.

Abschluss

Das schöne an einem eigenen Synology NAS-Server ist die Unabhängigkeit, zu wissen, man hat die volle Kontrolle über seine Daten und muss keine Kapazitäten mit anderen teilen. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Was meinst Du? wirst du dir auch einen eigenen NAS-Server einrichten?

Gefällt dir der Artikel?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.