Die künstliche Intelligenz ist in der Fotobearbeitung inzwischen ein fester Bestandteil geworden. Es gibt immer mehr AI‑Funktionen, die Entwicklung geht deutlich schneller und die Ergebnisse werden sichtbar besser. Ist das nun gut?
Ist das ein Vorteil?
Die Vorteile der KI‑unterstützten Bildbearbeitung sind eigentlich ganz klar. Du sparst deutlich viel Zeit, da dir die KI viele Schritte in der Bearbeitung vorbereitet und du nur noch die Feinheiten abstimmen musst. Beim Maskieren, Freistellen oder bei der Retusche kann die KI inzwischen alles übernehmen und liefert sehr saubere Ergebnisse, die früher viel Erfahrung und Können erfordert hätten. Gerade bei Serienbearbeitungen oder bei Bildern, die technisch nicht optimal sind, kann die KI enorm helfen und die Bearbeitung spürbar beschleunigen.
Gibt es Nachteile?
Ja, einige. Je mehr Aufgaben die KI übernimmt, desto eher kann das Bild vom Original abweichen, besonders wenn man sich zu sehr auf Automatiken verlässt. Dann verliert man schnell den Blick für die Details. Wer am Anfang der Fotografie steht und sich bei der Bildbearbeitung vollständig auf die KI verlässt, gerät leicht in eine Abhängigkeit. Man verlässt sich auf die Vorschläge der Software, statt eigene Entscheidungen zu treffen oder ein Gefühl für die Farben, das Licht oder die Struktur zu entwickeln. Dadurch fehlen später oft die Grundlagen, um bewusst zu abzustimmen oder einen eigenen Stil aufbauen zu können.
Wie geht man damit um?
Jeder hat seine eigene Routine. Es gibt noch immer Entwicklungsmethoden, zum Beispiel in Photoshop oder Affinity Photo, bei denen aufwändige Fotomontagen oder Retuschen umgesetzt werden. Dort sind Erfahrung und Wissen gefragt, und die KI kann einem nicht in jedem Schritt weiterhelfen. Aber ehrlich gesagt bin ich mir auch nicht mehr sicher, inwieweit professionelle Medienagenturen oder Fotografen nicht ebenfalls KI einsetzen. Das ist nur meine eingeschätzte Sichtweise. 😉
Schlusswort
Ob das nun gut ist? Ich denke schon, ich bearbeite meine Bilder in Luminar Neo und setze auch die KI‑Tools ein. Und ja, meine Bilder sehen oft etwas künstlich aus, das ist so gewollt und ich komme durch die KI-Unterstützung schneller zum Ziel. Mir gefällt es und wie siehst du das?
Wir schreiben das Jahr 2026 und mir fehlt der Sinn, zum Beispiel in GIMP stundenlang rumzumurksen, was KI vielleicht nicht pixelperfekt, aber doch sehr gut (und manchmal besser, als ich es im Sinn hatte) in Sekunden hinbekommt.
Klassische Bildbearbeitung stirbt nicht. Das Wissen darüber verbessert jeden Prompt. Puristen bleiben vielleicht bei teurem Equipment und teurer Software. Aber soll jeder Mensch so fotografieren, kochen, Sport betreiben oder lieben, wie er oder sie will. 🙂
Natürlich stirbt die klassische Bildbearbeitung nicht aus, das wäre ja auch schade. Sie verändert sich jedoch spürbar.
Die KI entwickelt sich rasant weiter, und die Ergebnisse werden immer besser. Irgendwann werden wir vermutlich kaum noch unterscheiden können, was von Menschenhand entstanden ist und was nicht.
Es gibt Menschen, die schnelle Ergebnisse möchten, für sie genügt oft ein Klick. Andere verbringen tagelang Zeit in Photoshop und arbeiten an ihren 30 Ebenen. Und dann gibt es noch diejenigen, die „out of cam“ fotografieren und für die das alles keine große Rolle spielt.
Alle so, wie sie es mögen. 😉